In
manchen Sprachen spielt der verbale Aspekt eine ganz wichtige Rolle; in
anderen gibt es ihn gar nicht, und es fällt Menschen mit einer
Muttersprache ohne Aspekt oft sehr schwer nachzuvollziehen, was mit
einem Aspekt überhaupt ausgedrückt werden soll. Aber das ist keineswegs
das einzige Beispiel für solche Unterschiede zwischen den Sprachen. Um
nur einige weitere zu nennen: In einigen Sprachen gibt es Artikel, in
anderen nicht; manche Sprachen kennen kein Tempus oder haben keine
Personalpronomina, obwohl beides aus der Perspektive des Deutschen
unverzichtbar zu sein scheint. Hat Benjamin Lee Whorf also vielleicht
doch recht mit seiner These, dass verschiedene Sprachen
unterschiedliche Denkweisen implizieren? Oder kann man diese
Unterschiede auch anders erklären? Und welche Unterschiede lassen sich
überhaupt beobachten - gilt hier "anything goes"?
Für den
Erwerb von 6 ECTS (Vertiefungskurs) wird eine schriftliche Arbeit im
Umfang von ca. 10 Seiten verlangt. Für den Erwerb von 7 ECTS
(Aufbaukurs oder Hauptseminar im Rahmen eines Lizentiats-Studiengangs)
ist wahlweise eine entsprechend umfangreichere schriftliche Arbeit oder
eine mündliche Prüfung erforderlich.
Literaturangaben sowie einen Seminarplan finden Sie
hier.
3
ECTS-Punkte
Dies ist der erste Teil einer zweiteiligen Einführung in die
Sprachwissenschaft. Die Lehrveranstaltung hat die Form eine Vorlesung,
die von Propädeutika begleitet wird. Inhaltlich werden nach einem
Überblick über wissenschaftliche Methoden vor allem die
Sprache als System, die Bedeutung sprachlicher Zeichen, die Geschichte
der deutschen Sprache, ihre Verwandtschaft mit anderen Sprachen sowie
auch der Spracherwerb thematisiert. Ziel ist die Erarbeitung eines
fundierten Basiswissens in diesen Bereichen, das als Grundlage für
das weitere Studium dienen kann.
Literaturangaben, einen Vorlesungsplan und begleitendes Material zur
Vorlesung finden Sie regelmäßig hier.
Die Vorlesung wird von mehreren begleitenden propädeutischen
Kursen flankiert, in denen der Stoff vertieft und geübt wird.
Damit sich die Zahl der Studierenden gleichmässig auf diese
Propädeutika verteilt, melden Sie sich bitte zu Beginn des
Semesters für ein Propädeutikum zu einem Termin Ihrer Wahl
an.
Ergänzungskurs/
Kolloquium
Gesprächskreis
Montag 16-18, Beginn: 30.10.2006. Bitte melden Sie sich im ePhi an, Sie bekommen dann weitere Hinweise per E-Mail.
für BA/MA: 3, für Liz.: 4
ECTS
Die Lehrveranstaltung richtet sich zum einen an
Studierende, die kurz vor dem Abschluss
stehen. Sie können
hier Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Themen für
die Liz- oder MA-Arbeit finden oder bereits gewählte Examensthemen
vorstellen. Dasselbe gilt für geplante (oder begonnene)
Dissertationsprojekte. Auch Fragen der Examensvorbereitung, der
Arbeitstechnik,
der Themenwahl für mündliche Prüfungen etc. können
auf Wunsch besprochen werden.
Darüber hinaus bietet Ihnen diese Lehrveranstaltung aber auch die Möglichkeit, Texte zu
Themen Ihrer Wahl zu lesen und zu besprechen. Ob nonverbale
Kommunikation oder Grammatik, Zweitspracherwerb oder Bienensprache,
Aphasieforschung oder Kognitionstheorie - Sie entscheiden, zu welchem
Thema Sie welche Art von Text lesen wollen und wie ausführlich wir
gemeinsam darüber diskutieren sollen. Einen Überblick über den aktuellen Stand der Planung finden Sie hier.
Für den Erwerb von 4 ECTS (Lizentiat) ist ein Referat und ein
Protokoll erforderlich; für den Erwerb von 3 ECTS (BA/MA) werden
wahlweise ein Referat oder drei Protokolle erwartet.
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